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GRA-BET Pflasterbau GmbH
Am Bühl 25 |
Jeder dritte Maurer muss die Kelle früher aus der Hand legenFrankfurt am Main (pressrelations) - Frankfurt am Main - Zu der jetzt vorgelegten Statistik im Rentenzugangsbericht der Deutschen Rentenversicherung erklärt der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Klaus Wiesehügel: Auf dem Bau gehen die Arbeitnehmer im Westen mit knapp 59 Jahren in Rente. Im Osten ist die Zahl noch drastischer: Hier sind die Baubeschäftigten im Schnitt nicht einmal 57 Jahre alt. An ein Renteneintrittsalter von 67 Jahren ist nicht im Traum zu denken. Auch die Rentenhöhe ist bescheiden: Arbeitnehmer, die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden, müssen mit einer Erwerbsminderungsrente von durchschnittlich 642 Euro auskommen. Vor diesem Hintergrund werden wir im Herbst, wenn die Überprüfung der Rente mit 67 durch die Bundesregierung ansteht, diese zum Thema auf den Baustellen und in den Betrieben machen. Die Heraufsetzung des Renteneintrittssalters ist eine Farce und geht am realen Leben vorbei. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Rentenfrage längst zum Gradmesser für das soziale Gespür geworden, das die Politik noch hat. Die Bundesregierung ist gut beraten, die Rente mit 67 im Herbst zu kippen - ohne Wenn und Aber und stattdessen Zugang und Höhe der Erwerbsminderungsrente zu verbessern. Störfeuer wie der Rüttelversuch an der Rentengarantie von Bundeswirtschaftsminister Brüderle in dieser Woche sollen den politischen Boden für das Durchwinken der Rente mit 67 im Herbst bereiten. Das gleiche Ziel verfolgt der Ex-Wirtschaftsweise Rürup, wenn er Brüderle zur Seite springt. Deren Taktik ist durchschaubar - ein Ablenkungsmanöver: Erst die Rentengarantie in Frage stellen. Wenn die dann bleibt, sollen die zwei Jahre Mehrarbeit fürs Volk am Ende als das "kleinere Übel" leichter zu schlucken sein. Doch diese Rechnung hat Brüderle ohne die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemacht. Es wird erheblichen Widerstand geben. Allein in der Berufsgruppe der Maurer und Poliere gingen im letzten Jahr 4.609 Arbeitnehmer in Rente. Nahezu jeder Dritte davon (1.469) musste vorzeitig die Kelle aus der Hand legen, weil er es körperlich nicht mehr gepackt hat und Erwerbsminderungsrente beziehen. Bei der Erwerbsminderung stehen die meisten zunächst vor einer riesigen bürokratischen Hürde: Untersuchungen, Gutachten, langwierige Verfahren vor den Sozialgerichten ... Und das nur, um das zu erreichen, was ihnen zusteht: die Erwerbsminderungsrente. Für die Menschen, die im Beruf am Ende sind, brauchen wir dringend leichtere Zugänge zur Erwerbsminderungsrente, damit mehr Betroffene schneller davon profitieren. Es ist schlicht eine Herabwürdigung der Lebensleistung eines Menschen, der sich kaputtgearbeitet hat, wenn man ihn bei der Rente noch unnötig lange hinhält und zu drücken versucht. Abschläge auf Erwerbsminderungsrenten müssen weg. Die IG BAU spricht sich für eine grundlegende Reform des Rentensystems aus: Wir brauchen eine Rentenkasse, in die alle einzahlen - Arbeiter und Angestellte genauso wie Beamte, Selbstständige, Politiker ... Alle Einkommensarten müssen dabei berücksichtigt werden - der Lohn genauso wie beispielsweise Mieteinnahmen oder Aktiengewinne. (3105 Zeichen) Johannes Bauer IG Bauen-Agrar-Umwelt - Bundesvorstand - Pressestelle Olof-Palme-Str. 19 60439 Frankfurt a. Main Tel.: 069 - 95 73 71 35 Fax: 069 - 95 73 71 38 E-Mail: presse@igbau.de www.igbau.de Quellenangabe zurück Newsarchiv |
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